29. Mai 2013

Vegetarier im Garten

Um ehrlich zu sein habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, welche Auswirkungen mein Vegetarier-Dasein auf meinen Garten haben könnte. In der Regel pflanzt man keine Tiere ein, sondern nur Gemüse und Blumen und wenn der Garten möglichst ökologisch angelegt wurde, dürfte doch eigentlich alles im grünen Bereich sein - oder!?

Die Naivität des Menschen legt sich meist durch lehrreiche Erfahrrungen. Manchmal hilft es auch sich durch das Lesen von Zeitschriften und/oder Büchern der rosa-roten Brille zu entledigen und aus den Erfahrungen anderer zu lernen. So geschehen, als mir die Bedeutung des Begriffs "Hornspäne" bewusst wurde. Bisher in jedem Bio-Garten Buch empfohlen: im Frühjahr mit dem Langzeitdünger (weil er sich langsam zersetz und der Stickstoff nach und nach abgegeben wird) für ein gutes Gartenjahr sorgen. Soweit so gut. Doch wie war nochmal der Name? Horn-späne?
Ein Bild mit zerkleinerten Horn- und Hufresten und einem darüber gelegten Text "Horn-späne"
Als Abfallprodukt der Massentierhaltung handelt es sich bei Hornspänen um die Hörner und Hufe von geschlachteten Tieren. In dieser Deutlichkeit kam der Begriff bei mir nie zum tragen. Letztlich befürworte ich den Gedanken bei einer Schlachtung möglichst "viel Tier" zu verwerten - doch bei einer nahezu biologischen Ernährung sind Hornspäne wohl nicht der richtige Weg. Bio-Hornspäne habe ich noch nirgends gesehen... Ihr etwa?

Wie sieht das bei euch aus? Wart ihr euch über die Herstellung von Hornspänen im Klaren? Und eine ganz entscheidende Frage: verwendet ihr Hornspäne im Garten und welche Philosophie verfolgt ihr beim Essen - ist das miteinander vereinbar?

Kommentare:

  1. Liebe Madita, ja ich wußte das schon was Hornspäne sind, ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und insofern ist mir da nix fremd...

    Ich bin weder Vegetarier noch der Fleischfresser ich versuche einfach ein gesundes Mittelmaß und das ökologisch vertretbar, also keine Discounterware....

    Lieben Gruß, Elke

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    1. Liebe Elke, danke für deinen Kommentar.
      Im Grunde schäme ich mich für meine Blauäugigkeit, denn es wird im Namen ja nichts verheimlicht.
      Für deine Kindheit auf dem Bauernhof beneide ich dich sehr :-)
      Liebe Grüße,
      Madita

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  2. Liebe Madita, soll ich dir mal was gestehen, so richtig habe ich mich auch nicht damit beschäftigt woher die Hornspäne stammen! Ich verwende keine Hornspäne sondern organischen Dünger und Kompost aus der eignen Herstellung, aber ich habe schon welche verwendet und hatte mich auch nicht aus dem Bio-Gedanken dagegen entschieden, obwohl ich einen Biolieferanten habe und versuche viel Bio zu kaufen! LG Steffi

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    1. Liebe Steffi,
      danke auch für deinen Kommentar.
      Kompost ist natürlich mit ein der besten Lösungen - leider habe ich da ja ein Nachbarschaftsproblem...
      Liebe Grüße,
      Madita

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  3. Hallo Madita
    Ich bin auf dem Land aufgewachsen und weiss natürlich was Hornspäne sind, trotzdem ziehe ich diesen Dünger in jedem Fall einem Kunstdünger vor und für mich ist es vertretbar, diese "Rohstoff" im Garten zu nutzen statt zu verbrennen.
    Ich trage auch Lederschuhe, Gürtel und esse Fleisch - sehr wenig zwar (max.1-2 mal pro Woche) Das Fleisch stammt ausschliesslich vom Bauernhof aus den Nachbardörfern (keine Biobetriebe) aber wir wissen, dass gänzlich auf Medikamente zur Leistungsförderung verzichtet wird,(bei Krankheiten homöopatisch) die Tiere viel Auslauf haben und noch auf grünen Wiesen weiden. Ich kaufe keine Fertiggerichte und in Restaurants, wo z.b Puten aus Brasilien aufgeführt sind, verzichte ich auf ein Fleischgericht.
    Ich war 10 Jahre lang Vegetarier und bei der ersten Schwangerschaft hatte ich fast unsterbliche Gelüste nach Fleisch, seither esse ich es auch wieder.
    Ich denke ein gesundes Mittelmass ist genau das Richtige.
    LG Carmen


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    1. Liebe Carmen,
      vielen Dank auch für deinen Kommentar.
      Ob eine Entscheidung für oder gegen Hornspäne fällt hat viele Gründe - mir ist wichtig, dass man weiß, was man verwendet. Wie du schon sagst, haben viele Leute Lederschuhe/Gürtel etc. und auch da ist den Menschen häufig nicht bewusst, woher das Material eigentlich stammt.

      Regionale Produkte (wo man sich mehr oder weniger kennt) ziehe ich in jedem Fall Bio-Produkten aus Brasilien oder Chile vor. Im Grunde fängt das bewusste Leben da schon an. Und wenn du sagst, dass du 10 Jahre fleischlos gelebt hast, isst du Fleisch sicherlich mit einem ganz anderen Bewusstsein, als die Mehrheit.

      Bewusstes Einkaufen und Leben steht für mich im Mittelpunkt und wie du schon sagst: ein gesundes Mittelmaß finden.

      Liebe Grüße,
      Madita

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Vielen herzlichen Dank für deinen Kommentar :-)